Detail

29-10-2020

AMAG Austria Metall AG in Q1-Q3/2020 mit einem EBITDA von 79,8 Mio. EUR

• EBITDA in Höhe von 79,8 Mio. EUR nach 109,2 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen des Vorjahres

• Erfreuliche Ergebnisentwicklung im Segment Metall dämpft die COVID-19-Einflüsse im Bereich der Recycling-Gusslegierungen und Aluminium-walzprodukte

• Strukturkosten erfolgreich an Auslastung angepasst. Kurzarbeit wirkt dabei unterstützend

• Ergebnis nach Ertragsteuern aktuell bei 11,1 Mio. EUR nach 30,0 Mio. EUR in Q1-Q3/2019

• Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 102,3 Mio. EUR in etwa auf dem Vorjahresniveau (Q1-Q3/2019: 108,3 Mio. EUR)

• Weitere Highlights: Übernahme Aircraft Philipp und ASI Zertifizierung

• Ausblick 2020: EBITDA-Bandbreite zwischen 90 und 100 Mio. EUR

Ergebnisentwicklung 1. - 3. Quartal 2020

Die Umsatzerlöse beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2020 auf 673,2 Mio. EUR nach 821,5 Mio. EUR im Vorjahr (-18,1 %). Während der Absatz von Primäraluminium gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte, zeigten sich spürbare Nachfragerückgänge von Recycling-Gusslegierungen und Aluminiumwalzprodukten. Der Gesamtabsatz in Q1-Q3/2020 lag bei 303.900 Tonnen (336.500 Tonnen in Q1-Q3/2019). Gesunkene Aluminiumpreise wirken zudem umsatzmindernd. In den ersten drei Quartalen 2020 lag der durchschnittliche Preis bei 1.663 USD/t und damit um 9 % unter dem Wert der Vorjahresperiode. 

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in den ersten drei Quartalen bei 79,8 Mio. EUR nach 109,2 Mio. EUR im Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor allem bedingt durch den geringeren Gesamtabsatz im Segment Gießen und Walzen – hier vor allem im Transportbereich und Handel – bei zugleich verändertem Produktmix und dem niedrigeren Preisniveau. Im Segment Gießen wurde ein EBITDA von 4,9 Mio. EUR nach 6,2 Mio. EUR im Vorjahr erzielt. Das EBITDA im Segment Walzen lag bei 42,3 Mio. EUR nach 89,9 Mio. EUR. Positiv wirkten die erfolgreiche Anpassung der Kostenstruktur an Auslastungsveränderungen sowie insbesondere günstigere Rohstoff- und Energiekosten im Segment Metall, welches mit einem um 91 % auf 34,4 Mio. EUR gesteigertem EBITDA wesentlich zum Gruppenergebnis beitrug. 

Das EBIT lag bei 17,7 Mio. EUR, nach 47,9 Mio. EUR im Vorjahr. Das Ergebnis nach Ertragsteuern reduzierte sich von 30,0 auf 11,1 Mio. EUR.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich mit 102,3 Mio. Mio. EUR bei schwierigen Marktverhältnissen sehr positiv entwickelt (Q1-Q3/2019: 108,3 Mio. EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag in den ersten drei Quartalen 2020 bei -39,7 Mio. EUR nach -58,2 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Free Cashflow konnte sich damit deutlich steigern und lag bei 62,7 Mio. EUR nach 50,0 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Nettoverschuldung hat sich von von 292,9 Mio. EUR zum Jahresende 2019 auf 250,6 Mio. EUR per 30. September 2020 spürbar verbessert. Der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) lag am 30. September 2020 bei 41,2 %, nach 47,3 % per Jahresultimo 2019.

„Unsere strategische Ausrichtung auf Innovation und Spezialprodukte für unterschiedliche Branchen sowie Nachhaltigkeit bildet die Basis für ein solide Geschäftsentwicklung in einem volatilem Umfeld. In Kombination mit der Anpassung der Strukturkosten an die aktuelle Auslastung konnten wir ein in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Durch den Abschluss der Übernahme eines Mehrheitsanteils an der deutschen Aircraft Philipp Gruppe setzen wir unseren strategischen Weg in Richtung Wertschöpfung und Kundennähe konsequent fort.“, so Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der AMAG.

Ergebnisentwicklung 3. Quartal 2020

Der Gesamtabsatz bewegte sich im 3. Quartal 2020 mit 100.700 Tonnen unter dem Niveau des Vorjahresquartals (Q3/2019: 110.500 Tonnen). Aufgrund des niedrigeren Aluminiumpreises und der geringeren Absatzmenge gingen die Umsatzerlöse im abgelaufenen Quartal um 22 % auf 209,3 Mio. EUR zurück. 

Das EBITDA wurde von COVID-19-bedingten Änderungen im Produktmix und der Mengeneinbußen in den Segmenten Gießen und Walzen beeinflusst. Das erzielte Ergebnis lag aktuell bei 20,4 Mio. EUR nach 37,2 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Positiv zeigte sich die Entwicklung im Segment Metall. Mengensteigerungen bei zugleich normalisierten Rohstoffpreisen konnten die Rückgänge im Aluminiumpreis mehr als kompensieren.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von -20,3 Mio. EUR ergibt sich für die AMAG-Gruppe im abgelaufenen Quartal ein EBIT von 0,1 Mio. EUR (Q3/2019: 16,7 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Ertragsteuern lag im 3. Quartal 2020 bei -1,3 Mio. EUR nach 11,1 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. 
 

Weitere Highlights im Quartal

Wie im September angekündigt, wird die Übernahme eines 70 % Anteils an der deutschen Aircraft Philipp Gruppe am 30. Oktober 2020 abgeschlossen. Damit verlängert sich die AMAG Wertschöpfungskette in Richtung der mechanischen Bearbeitung (z.B. Fräsen und Bohren) und Herstellung von Spezialkomponenten aus Aluminium und Titan.

Die kürzlich erfolgte Zertifizierung nach dem ASI Chain of Custody Standard bestätigt die besonderen Leistungen der AMAG im Bereich der Nachhaltigkeit insbesondere im Recycling. Dazu unterstützt die AMAG nun auch bei ihren Vormaterial-Lieferanten die Einhaltung der gleichen strengen Standards und Kriterien, denen sie sich selbst unterworfen hat. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, ab sofort zertifiziertes Aluminium unter Einbeziehung der gesamten Lieferkette – vom Bauxitabbau bis zum fertigen AMAG-Halbzeug – anzubieten.
 

Ausblick 2020:

Die Nachfrage nach Aluminiumprodukten ist nach wie vor durch die weltweite COVID-19-Pandemie beeinflusst. Die mittel- und langfristigen Prognosen zur Bedarfs-entwicklung nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten zeigen laut CRU jedoch einen unverändert positiven Trend. 

Aus heutiger Sicht wird davon ausgegangen, dass ein Vor-Corona-Niveau in den von AMAG belieferten Industrien, mit Ausnahme der Verpackung und Luftfahrt, frühestens 2022 erreicht wird. Die Nachfrageentwicklung im Bereich der Verpackung wird weiterhin stabil erwartet. In der Luftfahrt wird von einem ähnlichen Absatzniveau wie 2019 in rund fünf Jahren ausgegangen.

Eine geringe Visibilität zeigt sich hinsichtlich der Entwicklung des Aluminiumpreises sowie der US-Importzölle für kanadisches Primäraluminium. Nach aktuellem Stand wird das Segment Metall aber auch im 4. Quartal 2020 von niedrigeren Rohstoffkosten profitieren können. 

In Summe erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht für die AMAG-Gruppe ein Gesamtjahres-EBITDA in der Bandbreite zwischen 90 und 100 Mio. EUR.

Über die AMAG Gruppe

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. 
 

Investorenkontakt

Mag. Christoph M. Gabriel, BSc                
Leitung Investor Relations            
AMAG Austria Metall AG            
Lamprechtshausenerstraße 61            
5282 Ranshofen, Austria             
Tel.:   +43 (0) 7722-801-3821             
Email: investorrelations@amag.at    

Pressekontakt

Dipl.-Ing. Leopold Pöcksteiner    
Leitung Konzernkommunikation und Marketing 
AMAG Austria Metall AG
Lamprechtshausenerstraße 61
5282 Ranshofen, Austria
Tel.:   +43 (0) 7722-801-2205 
Email: publicrelations@amag.at

Website: www.amag.at 

Hinweis

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsbezogenen Einschätzungen und Aussagen wurden auf Basis aller der AMAG zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Prognosen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.
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